SPD fordert mehr Wildblumenwiesen für Hürth

SPD fordert mehr Wildblumenwiesen für Hürth

Das Anlegen von Wildblumenwiesen ist inzwischen zu einer unendlichen Geschichte geworden. Nachdem sich CDU/GRÜNE im letzten Jahr sowohl im Planungsausschuss als auch im Verwaltungsrat geweigert hatten, sich Anträgen der SPD zur Ausweisung von Flächen für Wildblumen anzuschließen, wurde jetzt ein entsprechender nahezu gleichlautender Antrag von Schwarz‐Grün einstimmig verabschiedet. Die Verwaltung soll endlich in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Grundstücke, Randstreifen und Restflächen vorschlagen, auf denen eine Wildblumenwiese entstehen soll. Es ist schön, dass CDU/GRÜNE jetzt doch aktiv geworden sind.

Das hat ja auch lange genug gedauert. Über ein Jahr der Diskussion ist vergangen, ohne dass irgendetwas passiert ist. Die Flächen könnten längst ausgewiesen sein. Wildblumenwiesen sind wertvolle Biotope. Die Artenvielfalt einer Wildblumenwiese bietet vielen Tieren und Insekten wertvollen Lebensraum. Wir können nicht immer nur den Rückgang von Insekten und der Artenvielfalt insgesamt beklagen, sondern müssen lokal handeln. Deshalb halten wir das Anlegen einer Wildblumenwiese für einen ersten wichtigen Schritt.

Baupläne für Hotel im Bürgerpark stoppen!

Baupläne für Hotel im Bürgerpark stoppen!

Die Verwaltung ist nicht von ihrer Idee abzubringen, dass direkt neben dem Schwimmbad „De Bütt“ ein Thermalbad mit Sauna und entsprechendem Hotel entstehen soll. Im Finanzausschuss wurden jetzt mit den Stimmen von CDU und Grünen knapp 20.000 € freigegeben, um ein sog. Markterkundungsverfahren durchzuführen. Ein entsprechendes Beratungsbüro ist für diese Aufgabe bereits gefunden. Jetzt soll ausgelotet werden, unter welchen Rahmenbedingungen ein Investor für ein solches Thermalbad gefunden werden kann. Wir bezweifeln, dass dieses Verfahren so offen gestaltet wird, wie dies immer behauptet wird. Denn am Ende dieses Prozesses will die Verwaltung die Sauna im Schwimmbad De Bütt loswerden.

Für die SPD steht fest, dass ein Thermalbad mit Sauna zwangsläufig ein Angriff auf den Fortbestand des derzeitigen Schwimmbades inklusive Sauna ist. Schwimmbad und Sauna erfreuen sich großer Beliebtheit. Das zeigen die Besucherzahlen. Anstatt diese städtischen Einrichtungen weiter zu fördern, werden sie mit einem solchen Projekt in ihrer Existenz gefährdet. Das lehnen wir ab.

Ein anderer Aspekt, der bis bisher viel zu kurz gekommen ist, ist der Eingriff in den Bürgerpark. Der Bürgerpark wird von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen und hat besonders für Hürth-Mitte eine große Naherholung. Das darf durch einen Wellness-Tempel nicht geopfert werden. Weniger Park und mehr Verkehr wären für die Menschen in Hürth-Mitte das denkbar schlechteste Ergebnis!

Neues Hotel am Willy-Brandt-Platz?

Neues Hotel am Willy-Brandt-Platz?

Der Bürgermeister und seine Gefolgsleute von CDU/GRÜNE wollen unter allen Umständen die städtische Sauna loswerden. Offensichtlich hat sich jemand im Rathaus daran erinnert, dass die Stadtwerke vor rund zehn Jahren die Firma Wasser- und Umwelttechnik Dr. Edalat beauftragt hatten, Probebohrungen im Bereich des Schwimmbades „De Bütt“ durchzuführen. Damals dachte man noch an eine wirtschaftlichen Nutzung der Geothermie. Das hat sich aber als nicht realistisch herausgestellt.
Jetzt soll ein Investor das mineralisierte Thermalwasser wirtschaftlich nutzen können. Angeblich liegt hierfür auch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Stadtwerke vor, die nur bisher noch keiner richtig gesehen hat. Trotzdem soll jetzt ein Investorenwettbewerb ausgelobt werden, damit neben dem Schwimmbad „De Bütt“ ein Thermalbad mit Sauna und entsprechendem Hotel entstehen kann. Der Wettbewerb soll 15.000 € kosten. Für uns ist klar, dass für die Stadt auf keinen Fall weitere Kosten entstehen dürfen. Das gilt insbesondere für alle Erschließungs- und Grundstücksfragen.

Sichergestellt werden muss auch, dass der Stadt im Falle eines Scheiterns der Pläne, zu welchem Zeitpunkt auch immer, kein wirtschaftliches Risiko entsteht. Der Wettbewerb muss zudem ergebnisoffen sein. Der Gewinner darf keinen Anspruch auf Umsetzung der Pläne haben. Die Stadt muss es sich so lange wie möglich offen halten, ob sie diesen Weg tatsächlich gehen möchte. Dem Sozialdemokrat spielen zudem die Auswirkungen auf die Bevölkerung eine zu geringe Rolle. Der Bürgerpark wird von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen und hat besonders für Hürth-Mitte eine große Funktion zur Naherholung. Das darf durch ein Wellness-Hotel nicht beeinträchtigt werden. Weniger Park und mehr Verkehr wäre für die Menschen in Hürth-Mitte das denkbar schlechteste Ergebnis.