Hürther Wirtschaftsförderung verbessern

Hürther Wirtschaftsförderung verbessern

Im August 2015 wurde die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung beschlossen. Danach wurde definiert, wie zukünftig das Zusammenspiel zwischen dem Amt für Wirtschaftsförderung, St@rt Hürth und der Hürther Stadtentwicklungsgesellschaft (HÜSTA) funktionieren soll. Die personelle Neubesetzung der HÜSTA erfolgte Anfang des Jahres. „Heute stellen wir fest, dass die Wirtschaftsförderung sich in Organisations- und Strukturdebatten verliert, die schon längst hätten erledigt sein müssen. Eine inhaltliche Ausrichtung ist nicht sichtbar“, so der Vorsitzende der Hürther SPD-Fraktion Stephan Renner.
St@rt Hürth war beispielsweise über viele Jahre ein Erfolgsmodell. Viele innovative Unternehmen wurden gegründet. Mit BioTechRhein-Erft e.V., der Innovationsgesellschaft Wasserstoff mbH (IGH2) und HyCologne Wasserstoff Rheinland e.V. wurden nicht nur wichtige internationale Netzwerke gebildet, sondern neue Technologien in der Region etabliert. 300 Arbeitsplätze konnten durch das Engagement von St@rt Hürth geschaffen werden. Was passiert denn mit dem Thema Wasserstoff? Bleibt das ein Schwerpunkt oder setzen wir neue Schwerpunkte? Leider gab es dazu vom Bürgermeister überhaupt keine Aussagen.
Ziel muss es nach Ansicht der SPD Hürth weiterhin sein, die vorhandenen Arbeitsplätze zu halten und Sorge zu tragen, dass sich neue Unternehmen ansiedeln können. „Wir müssen jetzt die Voraussetzungen schaffen, damit es auch in 10 Jahren noch qualifizierte Arbeitsplätze in Hürth gibt bzw. neue entstehen können. Dazu muss es zunächst eine breite Debatte geben, die das gesamte Spektrum von der Digitalisierung der Wirtschaft bis hin zur Zukunft von Medien und Chemie umfasst“, ergänzt SPD-Ratsmitglied Heiko Twellmann.
Weitere Probleme zeichnen sich bei der Ausweisung von zusätzlichen Gewerbeflächen ab. Während das interkommunale Gewerbegebiet am Barbarahof, an der L 495 zwischen Hürth und Erftstadt gelegen, am Widerstand der Bezirksregierung zu scheitern droht, wird die Ansiedlung von Unternehmen am Kalscheurener Hof in direkter Nachbarschaft zu Orion durch die Störfallverordnung beeinträchtigt. „Neben der Bestandspflege und der inhaltlichen Ausrichtung der Wirtschaftsförderung entwickelt sich die Ausweisung von Gewerbegebieten zu einer besonderen Herausforderung“, so Renner.

AWH mit Politik-Diskussion im Nobeo

In den Nobeo-Studios (Kalscheuren) fand heute die Politik-Diskussion des Arbeitskreis Wirtschaft Hürth (AWH) mit den Spitzenkandidaten der im Rat vetretenen Parteien statt. Neben Wirtschaftsthemen wie der Höhe der Gewerbesteuer und der Ansiedlung neuer Unternehmen, wurde kontrovers der Bau der Umgehungsstrasse zur Luxemburger (B265n) diskutiert. Die Positionen gingen dabei von klarer Ablehnung (Grüne), über Gleichgültigkeit (Freie Wähler) bis hin zur Zustimmung der anderen Parteien. Wir als Hürther SPD setzen uns eindeutig für den schnellst möglichen Bau ein, zumal mittlerweile sogar das Baurecht besteht. Aus meiner Sicht wird erst der Bau der B265n die heutigen Verkehrsprobleme und das Ausweichen der LKW auf Nebenstrassen beseitigen. Natürlich wurde auch das Thema Gesamtschule erörtert und es wurde dabei klar, dass ohne den Einsatz der Hürther SPD diese Schule nie gekommen wäre. Für mich auch hier vollkommen unverständlich die Position der „Freien Wähler“, die sich nach der Wahl für einen Baustopp der Schule einsetzen wollen und somit mit den schon knapp 150 angemeldeten Schülern und deren Eltern spielen!