SPD Hürth will Wohnungsaufsicht für den Villering

SPD Hürth will Wohnungsaufsicht für den Villering

 

VilleringVon Anwohnern des Villering werde ich mit Stephan Renner zu einem Termin vor Ort gebeten. Dort wird uns von den Zuständen vor Ort berichtet:
Grünanlagen, Büsche/Sträucher und Bäume auf dem Gelände werden nicht oder nur in sehr geringem Umfang gepflegt. Verbunden mit einem System der Müllsammlung und –entsorgung, das einerseits „wildes Entsorgen“ fördert, andererseits die Müllsammelstellen nicht vollständig sichert, führt dies zu einer massiven Rattenplage auf den Grundstücken die selbst am hellen Tag problemlos zu beobachten ist. Die Tiere unterhöhlen teilweise die Gehwege auf dem Gelände, was zu Absenkungen und anderen Schäden führt. Auch in vielen Löchern und Ritzen im Bereich der Hauseingänge und der Fassaden, die geschlossen werden müssten, finden die Tiere Unterschlupf. Die Fassade ist dringend erneuerungsbedürftig und trägt den Anforderungen an einen gut isolierten Wohnraum nicht mehr Rechnung. An vielen Stellen ist die Außenhülle abgeplatzt. In den Wohnungen zieht es durch viele Ritzen, vor allem im Bereich der Fenster. Mieter berichten von vielen Krankheitsfällen. Gleichzeitig wird berichtet, dass die Entlüftung der innenliegenden Badezimmer nicht richtig arbeite. Das führe zu einem Feuchtigkeitsproblem und Befall mit „Silberfischchen“. Durch viele Stufen im Bereich der Hauseingänge ist eine Barrierefreiheit nicht gegeben. Nach Aussagen der Mieter ist der auf Aushängen vermerkte Telefonanschluss des Hausmeisters abgeklemmt, erreichbar sei er nur über die Eigentümergesellschaft mit Sitz in Berlin.
Seit 2014 gibt das Wohnungsaufsichtsgesetz NRW den Gemeinden weitreichende Kompetenzen, im Interesse von Mieterinnen und Mietern im freifinanzierten Wohnungsbau schon bei Anzeichen von Verwahrlosung tätig zu werden. Hierzu wurden Mindestanforderungen und Mindest- größen für Wohnraum definiert. Die Städte und Gemeinden können repressiv gegen die Verwahrlosung von Wohnraum vorgehen, um die Wohnsituation zu verbessern. Missstände sollen behoben werden und menschenwürdige Wohnverhältnisse entstehen. Die Anordnungen nach dem Wohnungsaufsichtsgesetz wirken vorbeugend für die Gebiete, in dem diese davor bewahrt werden, durch verwahrloste Häuser belastet und in eine Abwärtsspirale hineingezogen zu werden. Der Schutz wird dadurch erreicht, dass Eigentümer wieder in die Verantwortung für ihre Immobilien genommen werden. Es geht auch darum Wohnraum zu erhalten.
Nach meiner Auffassung stellt der Wohnkomplex Villering/Liblarer Weg einen Fall dar, in dem das Wohnungsaufsichtsgesetz zur Anwendung kommen muss und daher schreibe ich einen entsprechen Prüfauftrag an die Stadtverwaltung.

Heiko Twellmann

Meine Name ist Heiko Twellmann und ich vertrete seit Mai 2014 als direkt gewähltes Mitglied den Wahlkreis 10 (Hermülheim 1) im Rat der Stadt Hürth. Ich bin 50 Jahre alt und arbeite als Angestellter bei einem Automobilunternehmen. Mit meiner Frau Sevda lebe ich seit fast 14 Jahren in der Kabarnetstrasse in Hermülheim. Wir haben zwei Kinder (15 und 13 Jahre), die beide auf das ASG in der Sudetenstrasse gehen. Der SPD gehöre ich seit 1982 an und habe an unterschiedlichen Stellen und Orten mitgearbeitet. Über mehrere Jahre war ich Mitglied des Sport- und Bäderausschusses der Stadt Hürth und ich bin seit 2014 Mitglied des Stadtrates.

1 Kommentar bisher

Heiko Twellmann – Aktuelles aus meiner Arbeit als Ratsmitglied  |  Mehr Sauberkeit für Villering Veröffentlicht am2:42 pm - Mai 8, 2016

[…] sich an der Wohnanlage am Villering. Aus diesem Grund hatte ich im letzten Jahr bei der Stadt eine Beschwerde nach dem Wohnungsaufsichtsgesetz eingereicht. Bei dem Besuchstermin wurden dann mehrere Mängel festgestellt, die Grand City […]

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